Das fertige Kinderhaus
 

 Kinderhaus

Das Handwerkliche

Hier beschreibe ich, in welcher Reihenfolge und auf welche Weise ich das Kinderhaus zusammengebaut habe. Bei manchem habe ich mir 'was dabei gedacht - dann habe ich es dazu geschrieben. Bei anderen Dingen merken Sie als erfahrener Zimmermann, Schreiner, oder anderer Handwerker vielleicht, dass ich mein Brot sonst eher mit grauer Theorie verdiene.
Einem ähnlich handwerklich unbewandertem wie mir sei mit diesem Kapitel gezeigt: Es ist alles kein Hexenwerk und auch als Ungeübter kriegt man so etwas hin (allerdings sollte man den Umgang mit einem Akkuschrauber und einer Säge beherrschen).

Vorbereitungen

Nachdem ich die Stückliste beim Baumarkt abgegeben hatte, sah mein Carport ein paar Tage später so aus wie unten zu sehen und ich hatte eine Ahnung, was auf mich zukam!
Paneelbretter Eckbalken und Kleinteile Balken

Die erste Aktion bestand darin, die Balken auszumessen und mit den Nummern aus dem Bauplan zu versehen. Als Nebeneffekt war damit gleich die Vollständigkeit geprüpft.
Den Bauplan habe ich ausgedruckt und in einer Prospekthülle an der Baustelle aufgehängt.
Beides mag albern klingen, hat sich aber sehr bewährt!

Ständerwerk 1

Der eigentliche Bau beginnt mit dem Ständerwerk. Ich habe mich dazu entschlossen, den kompletten Rahmen vor dem Einbetonieren zusammenzuschrauben; das hatte den Vorteil, dass die Positionierung der Löcher recht einfach war und diese dadurch klein bleiben konnten. Ferner war auch schon beim Betonieren ein Nivellieren des Gerüsts möglich. Nachträgliches Ausgleichen von falschen Balkenhöhen (durch zu tiefes Eingraben) wäre vermutlich schwieriger gewesen!
Übrigens: Wenn das Gelände, auf dem das Kinderhaus stehen soll, uneben ist, müssen Sie das ggf. mit unterschiedlichen Längen der Eckbalken korrigieren!

Ständerwerk
Begonnen habe ich mit der Rückseite (im Bild die höhere): Ich habe die Teile 1 (2Stk), 4, 5 und 11 (2Stk) am Boden liegend zusammengeschraubt.
Genauso bin ich mit der Vorderseite (Teile 2 (2Stk), 4 und 11(2Stk)) verfahren und habe auch alle vier Bodenanker (Teil Nr. 18) schon im Liegen angeschraubt.
Diese beiden Seiten habe ich dann mit Hilfe der Teile 2 und 6 aufgerichtet und zusamengeschraubt, so dass die nebenstehende Konstruktion entstand.
Es ist deutlich zu sehen, dass die seitlichen Eckversteifungen (Teile Nr. 11 und die mittleren Längsträger (Teile 2 und 6) - und eine Reihe anderer Balken! - noch fehlen.
Ebenso ist im Vergleich zu den Fotos vom fertigen Kinderhaus zu erkennen, dass das Gerüst noch nicht an seinem endgültigen Platz steht. Wegen der oben angesprochenen Änderung der Standortwahl habe ich die beiden Längsträger noch einmal abgeschraubt, und alles am neuen Platz noch einmal aufgebaut.
Alle Arbeiten habe ich alleine durchgeführt; man benötigt zum Bau dieses Kinderhauses keinerlei Hilfe, außer vielleicht 10 Minuten Halten beim Aufstellen oder einmal Anfassen beim Einsetzen des Ständerwerks in die Bodenlöcher. Zur Not geht aber auch das alleine.

Detailaufnahme Ständerwerk
Nebenstehende Detailaufnahme zeigt die hintere, rechte, untere Ecke des Hauses mit eingetragenen Nummern der Stückliste.
Es fehlt noch ein Winkelverbinder (Teil 26) zwischen Balken 4 und 6 sowie die zweite Eckverstrebung (Teil 11).

Zu sehen ist hier die Verschraubung der Eckverstrebungen, auf deren Verbesserung ich im Kapitel Verbesserungen noch eingehe.

Wichtig ist, dass auf beiden Seiten der Verschraubungen große Unterlegscheiben verwendet werden, damit sich die Schrauben nicht zu sehr ins Holz hereinziehen.
Zusätzlich zur einfachen Mutter ist überall eine Hutmutter aufgeschraubt, um erstens das Verletzungsrisiko an den Schraubenenden zu verringern und zweitens die Mutter zu kontern und so das unbeabsichtigte Lösen der Schrauben zu vermeiden.

Nachdem dieses Ständerwerk um die fehlenden Eckverstrebungen (11) und mittleren Längsträger (2 und 6) ergänzt war, habe ich es einbetoniert.
Da Schwerpunktlage, Position der Stützen und Gewicht des Hauses ein Kippen nicht befürchten lassen, habe ich mich mit sehr kleinen Löchern zufrieden gegeben, die jeweils einen Sack Beton aufgenommen haben, und gerade so tief sind, dass die Bodenanker hinein passen.
Die Solen der Löcher sollten alle das selbe Niveau haben, weil ich aus Gründen der Einfachheit das Ständerwerk einfach hineinstellen wollte (anstatt es im Beton "schweben" zu lassen und aufwändig stützen zu müssen). Ich habe das überprüft, indem ich jeweils im paarweisen Vergleich der Löcher einen Querbalken auf zwei gleich lange senkrechte Balken gelegt und mit der Wasserwaage nachgemessen habe.

Fußboden, Falltür

Der nächste Schritt war das Verlegen des Fußbodens, was relativ unspektakulär funktioniert.
Der Fußboden von Haus und Terasse ist durchgehend. Jede Diele wird auf jedem Längsbalken (Teile 2, 2, 6 und 6) mit je einer Schraube festgeschraubt.

Falltür von unten
Der einzige Trick betrifft die Falltür: Sieben der jeweils 11cm breiten Bodenpaneele habe ich jeweils zweimal so durchgesägt, dass die Schnitte genau mittig auf den inneren Längsträgern (2 und 6) zu liegen kommen, d.h. sowohl die Falltür als auch der Fußboden links und rechts davon können sich auf den Längsträgern abstützen bzw. werden daran verschraubt.
Man sieht in nebenstehendem Bild die Längsträger und die Falltürrahmen (14), die die Paneele zusammenhalten.
Die Scharniere kommen oben auf die Falltür, da sie auch nach oben öffnet. Damit sie im geöffneten Zustand sicher stehen bleibt, sollte die Falltür sich nicht direkt an der Rückwand befinden; ich habe 2 Paneele (=20cm) Abstand gehalten.
Später werden die Kanten der Falltür noch angeschrägt, damit sie öffnet und schließt ohne zu klemmen, und sie erhält einen Griff, bestehend aus einem Seil, das durch zwei Löcher geführt und verknotet wird. Auf der Oberseite wird zwischen den zwei Löchern eine Nut eingefräst, in der das Seil verschwindet, damit man nicht darüber stolpert bzw. damit man auch mit einer Isomatte bequem auf dem Fußboden schlafen kann. Wie dem nächsten Bild zu entnehmen ist, hat unsere Falltür sogar einen Riegel, so dass sie von außen versperrt werden kann.
falltür-Riegel
Man sieht hier auch schon die beiden durchgesteckten Seilenden und die angeschrägte Kante der Falltür (rechts).

Die Bilder unten zeigen die Strickleiter in der geöffneten Falltür (von unten) und die aufgeräumte Strickleiter hinter der Eckstütze des Firstbalkens:
Strickleiter am Firstbalken Strickleiter aufgeräumt
(Diese Bilder sind nicht chronologisch eingeordnet; sie werden hier nur gezeigt, weil sie zum Thema "Falltür" passen. Die Herstellung der Strickleiter beschreibe ich nicht separat.)

Ständerwerk 2

Sobald der Fußboden fertig war, konnte der Rest des Ständerwerks aufgebaut werden:

Ständerwerk, noch ohne First Als erstes werden die vorderen Eckpfeiler (3) des Hauses mit Hilfe je eines Winkelverbindes (26) aufgestellt, nachdem sie um die Dicke des Fußbodens gekürzt wurden. (Es wäre auch denkbar, um die Dicke der Balken längere Eckbalken zu benutzen, diese durch den Fußboden durchgehen zu lassen und mit den äußeren Längsträgern (2 und 6) zu verschrauben. Im einen wie im anderen Fall müssen Sie das Maß für die Teile Nr. 3 in der Stückliste korrigieren!)
Auf die beiden Eckpfeiler (3) wird danach der Querträger (5), ebenfalls mittels Winkelverbindern (26) aufgeschraubt.
Es folgen die beiden Pfetten (7 und 8), auf denen später das Dach aufliegen wird. Beachten Sie, an der Pfette, die gleichzeitig Kranausleger werden soll (8), vorher den Schaukelhaken anzubringen, an dem später der Flaschenzug angeschlagen wird.
Auch die Pfetten werden mit Winkelverbindern (26) befestigt, was völlig ausreichend ist, weil später auch die Außenhaut der Winkelversteifung dient. Dies gilt allerdings nicht für die vordere Wand, weil sie die Tür enthält. Deshalb habe ich zwischen rechtem Eckpfeiler (3) und oberem Querträger (5) eine Eckversteifung (11) angebracht, die später gleichzeitig als Anschlag für die Schiebetür und das Fenster dient.

vollständiges Ständerwerk Man erkennt sie auf nebenstehendem Bild, das bereits das vollständige Ständerwerk zeigt. Dazu gehört auch der First (7), der auf zwei kurzen Stützen (9) ruht, die mit Eckverstrebungen (10) versteift sind.
Die Firststützen werden mit Winkelverbindern (26) auf den Querträgern (5) befestigt, der First mit den ebenen Verbindern (27) an seinen Stützen.
Zu beachten ist, dass

  • die beiden Pfetten und der First das selbe Maß nach hinten hinausragen (Dachüberstand)
  • auch der Schaukelhaken für die Strickleiter vor dem Anbringen des Firsts montiert wird
  • die Schrauben für die Eckversteifungen des Firstes (10) außen in die Querträger (5) versenkt werden müssen, weil später die Außenwand darüber geschraubt wird.
Darüber hinaus erkennt man auf diesem Bild, dass auch der Kranbalken (die Pfette) mit einer Eckversteifung (11) abgestützt wird, da sein Auflagerpunkt recht weit vom Anschlagpunkt des Flaschenzuges entfernt ist.
Im Bauplan ist das so nicht eingezeichnet. Dafür habe ich die im Plan vorgesehenen waagerechten Eckversteifungen zwischen unteren Längs- und Querträgern (2 und 4 bzw. 6 und 4) weggelassen, weil der Fußboden die erforderliche Versteifung übernimmt. In der Stückliste ist die Zahl der Eckversteifungen korrigiert.

Im Folgenden noch einige Details der Ständerwerkkonstruktion:
Gegenstück zur Verschraubung
Die vorderen Eckbalken des Hauses werden auf dem Fußboden festgeschraubt; die Schrauben der Winkelverbinder sind aber länger als der Fußboden dick ist. Deshalb habe ich das abgesägte Stück Balken von unten mit angeschraubt.
Vordere, untere linke Ecke des Hauses von unten
Auf diesem Bild sind alle Schrauben und Verbinder der vorderen, unteren, linken Ecke zu erkennen.

Seitenwände, Dach

Dach und Wände
Nach der Fertigstellung des Ständerwerks konnte es an Dach und Wände gehen. Einzig wegen des schlechten Wetters beim Bau habe ich mit dem Dach begonnen.
Alle Nut-und-Feder-Bretter habe ich - wie auch schon beim Fußboden - an den richtigen Stellen vorgebohrt. Jede Dachpaneele ist mit einer Schraube an der Pfette und einer am First, die Wandpaneele mit einer Schraube an jedem Eckbalken befestigt. Die obersten und untersten Paneele sind zusätzlich über die Länge mit einigen Schrauben am Fußboden bzw. am oberen Längsträger (Seitenwand) bzw. Querträger (Rückwand) befestigt.
Für das Zuschneiden der Giebelbretter habe ich mir eine Schablone mit der richtigen Schräge gefertigt, so dass auch das relativ einfach ging. Da das Dach schon drauf war, musste ich die oberen Kanten zusätzlich anschrägen, um die Bretter in die Nut/Feder-Passung zu bringen, ohne dass unter dem Dach ein allzu großer Spalt entsteht. Wenn das Wetter also gut ist, empfehle ich, erst die Wände und dann das Dach zu bauen. Ich habe die Spalte (ca. 1cm) später mit Bauschaum geschlossen, weil Schwiegermutter es sonst zum Übernachten für die Kinder zu zugig fand!
Pfette mit angeschraubten Dachpaneelen
Diese Detailaufnahme zeigt die auf die Pfette aufgeschraubten Dachpaneele von innen. Deutlich zu erkennen sind die schräg eingedrehten Schrauben.

Von außen wird das Dach mit Dachpappe belegt. Beginnend an der Unterkante des Dachs werden die Bahnen überlappend aufgenagelt. So ist sichergestellt, dass kein Wasser unter die Dachpappe rinnen kann.

Tür

Der Bau der Vorderseite mit der Tür ist leider nicht so gut fotografisch dokumentiert:
Aus Platzgründen habe ich mich für eine Schiebetür entschieden. Um sie zu bauen, habe ich quasi die Paneele der Vorderwand bis kurz unter die Höhe des oberen Querträgers (5) um die Türbreite gekürzt; Ausnahme ist die unterste Paneele, bei der ich eine Schwelle übriggelassen habe.
Den so gekürzten Wandpaneelen fehlt nun an ihrem freien Ende eine Befestigung; sie werden deshalb an den Türrahmen (13) geschraubt, der wiederrum mit einem Winkelverbinder am Fußboden befestigt wird. Dieser Türrahmen muss deutlich schmaler als der Querbalken (5) sein, damit die Türschiene (30) noch am Querträger befestigt werden kann (und damit nicht unnötig viel Platz vergeudet wird).
Die Tür wird genauso durch Z-förmige Latten zusammengahalten wie die Falltür. Da die Schiebetür am oberen Querträger hängt, ist ihr Anschlag der vordere Eckbalken (3), der aber von den Paneelen der Vorderwand noch überlappt wird. Deshalb überlappen sich Schiebetür und Vorderwand um die Breite des Eckbalkens. In diesem Bereich habe ich sowohl an der Tür als auch an der Wand (von innen vor dem Anbringen der Tür) einen Streifen Teppichbodenreste angebracht, so dass der Spalt zwischen Tür und Wand automatisch abgedichtet wird, wenn die Tür schließt.

Anschlag der Schiebetür innen
Den Anschlag der geöffneten Tür bildet die Eckversteifung zwischen den Balken 3 und 5, die ich zu diesem Zweck mit einer senkrechten Fläche versehen (gekürzt) und mit einem Teppichpolster (blau im Bild) ausstaffiert habe. Deutlich zu sehen ist auch die Laufschiene (30) der Tür.

Von innen lässt sich die Schiebtür mit einem einfachen Haken verschließen, von außen mit einem Bügel, auf den man ein Vorhängeschloss machen kann.

Leiter, Geländer

Rohbau
Mit dem Geländer und der Leiter sind wir schon fast bei den Feinheiten angelangt!
Zum Geländer ist nicht viel zu sagen, außer, dass ich es aus Sicherheitsgründen gerne an der Innenseite der Balken angeschraubt hätte, mich aus Platzgründen aber für die Außenseite entschieden habe. Es empfiehlt sich also, die Terasse 10-20cm breiter einzuplanen!

Für die Leiter habe ich zunächst die Einschnitte für die Stufen in der richtigen Schräge (durch Anhalten ausprobiert!) und im richtigen Abstand eingezeichnet und dann auf der Vorderseite Schlitze in Seitenteile gesägt. Auf der Vorderseite deswegen, weil bei dieser Anordnung der Leiter die Seitenteile so auf Biegung beansprucht werden, dass die Vorderkante der Seitenteile gestaucht und die Hinterkante gestreckt wird. Durch das Betreten der Leiter werden die Stufen also zusätzlich eingeklemmt.
Die eingesteckten Stufen habe ich mit je zwei langen Zimmermannsnägeln pro Seite an den Seitenteilen befestigt.
Eine Anleihe von Schiffen ist die Konstruktion des Krans: Um ein Verkanten der Leiter beim Hochziehen zu vermeiden wird auf beiden Seiten ein Seil angebracht. Ein Brett spannt diese beiden Seile so auf, dass man hindurchgehen kann. Der Flaschenzug greift in der Mitte des Bretts an. Die Höhe dieses "Torbogens" wird begrenzt durch den verbleibenden Platz zwischen voll eingezogenem Flaschenzug und Leiter in der höchsten (=waagerechten) Position der Leiter.
Der Torbogen ist mit Karabinerhaken an der Leiter befestigt, so dass das Heissgeschirr komplett abgenommen werden kann.
Karabinerhaken
Ferner befindet sich oben am Kranbalken ein kurzes Stück Seil mit einem Karabinerhaken, die es erlauben, die hochgezogene Leiter mit ihrem Torbogen daran einzuhängen, und dann den Flaschenzug abzuschlagen, um ihn woanders zu verwenden z.B. an der Falltür zum Einbringen schwerer Verpflegungslasten. Lediglich den Personentransport mittels Flaschenzug habe ich den Kindern verboten, weil er über keine Seilbremse verfügt, und die menschliche Last beim Loslassen des Seils abstürzen würde.

Abgesehen vom wolkenverhangenen schleswig-holsteinischen Himmel erkennt man am Ende des Kranbalkens eine weitere Öse, die über der Terasse noch ein Gegenstück hat. Dort lässt sich eine Schnur zum Hochziehen leichterer Lasten durchfädeln. Im Bild darüber ist diese Konfiguration zu erkennen.
poller
An Balken Nr. (3) ist sowohl oben an der Terasse als auch unten je ein kleiner Poller angebracht, an dem sich das Seil des Flaschenzuges sicher mit Achterschlingen belegen lässt.

Fenster

Großes fenster Als Fenster habe ich zwei nicht mehr benötigte rahmenlose Bildhalter verwendet: Das Glas passt zusammen mit der Papprückwand genau in die Nuten der Paneelbretter. Also habe ich aus den Papprückwänden das Mittelteil herausgeschnitten, so dass nur noch ein wenige Zentimeter breiter Rahmen übrig blieb. Diesen habe ich mit Gewebeklebeband an der Glasscheibe befestigt.
Mit der Stichsäge habe ich aus der Wand ein Stück ausgesägt, das genau dem zuvor aus der Pappe ausgeschnittenen Stück entsprach. Über und unter diesem Fensterloch habe ich zwei Paneelbretter als Schienen angeschraubt, in denen sich das Fenster hin- und her (=auf und zu) schieben lässt. Die Fuge zwischen Glasscheibe und Wand wird in bewähreter Manier von einem Streifen alten Teppichboden abgedichtet. Ein abnehmbarer Haken (großes Fenster) bzw. ein weiteres, loses Paneelbrett erlauben sogar das Verriegeln der Schiebefenster von innen.
Kleines Fenster


Elektroinstallation

Elektroanschluss
Das Haus hat eine Elektroinstallation nach dem Prinzip "Campingwagen", d.h. es gibt einen Stecker, der an eine Stromversorgung angeschlossen werden muss, damit Licht etc. funktionieren. Dieser Stecker befindet sich unter dem Haus, so dass er ggf. vor Regen geschützt ist. Ein Brett zwischen den Längsträgern ermöglicht das Anbinden der Kabel zur Zugentlastung (im Bild versäumt!).
Verteilerdose
Im Haus zweigt in einer Verteilerdose ein Verlängerungskabel ab. Zur Zeit haben unsere Kinder daran einen alten aber funktionsfähigen Fernseher angeschlossen!
Lampe im Haus
Wenn alles angeschlossen ist und man den Schalter an der Tür betätigt, sieht es dann innen so
Kinderhaus by night
und außen so aus!

Zugegebenermaßen handelt es sich bei diesen Features des Hauses um Luxus, aber ich bin nun mal Elektroingenieur und konnte ein Werk ohne elektrische Anteile nicht ertragen!

Klapptisch

Ein weiterer Luxusgegenstand, der nicht unbedingt zur Konstruktion des Hauses zählt, ist der Klapptisch.
Bei ausgeklapptem Tisch sollte die Falltür weiterhin benutzbar sein und der Tisch sollte nach unten weggeklappt werden, so dass er seine Beine unter der Tischplatte verbirgt. Damit war die Größe festgelegt, ein solcher Tisch kann nämlich nicht breiter als hoch sein.
Der Drehpunkt befindet sich eine Balkenbreite von der Wand weg, damit die Beine noch Platz haben zwischen Tisch und Wand. Um trotz der außen angebrachten Scharniere und außen angebrachten Beine genügend Platz zum Einklappen zu haben, werden die Beine schräg nach innen eingeklappt.
Um beim Klappen an der Wand vorbei zu kommen, sind die Füße abgeschrägt.

Die folgenden Bilder sollen das veranschaulichen:

Klapptisch ausgeklappt Klapptisch Scharniere
Klapptisch eingeklappt Klapptisch eingeklappt, von oben gesehen

Anstrich

Kein Luxus  - jedenfalls wenn die Investition ein paar Jahre halten soll (von Enkelkindern müssen wir dabei ja noch nicht unbedingt reden) - ist der Anstrich. Unser Wohnhaus ist auch ein Holzhaus und da haben wir gute Erfahrung mit Bondex Holzschutzlasur gemacht. Außerdem war davon noch ein Rest übrig, der aber natürlich nicht gereicht hat. Jedenfalls hat das Kinderhaus aus diesem Grund den selben Farbton wie unser Wohnhaus und der heisst "Oregon Pine".

Noch ein paar Bilder vom fertigen Haus, auf denen unser Berner Sennenhund "Maxi" das Kinderhaus schon genauso gut bewacht wie das große Wohnhaus.
fertiges Kinderhaus
Hier mit hochgezogener Leiter:
fertiges Kinderhaus mit hochgezogener Leiter
Und hier erkennt man das schon erwähnte Vogelhaus hinten rechts (mit Schornstein!):
fertiges Kinderhaus mit Vogelhaus
Bauabnahmekommission


Zuguterletzt ein Bild der fröhlichen Bauabnahmekommission!

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