Plancksches Gesetz
 

 AGEMA 900

Die anschaulichste Repräsentation der Infrarotsignatur ist das Wärmebild. Bei der qualifizierten Bestimmung einer Signatur ist man dabei allerdings nicht allein auf den bildlichen Eindruck angewiesen, sondern man braucht Strahlungsmesswerte.
Aus diesem Grunde unterscheiden sich die für die Signaturvermessung eingesetzten Wärmebildgeräte AGEMA 900 von solchen, die nur eine Bildinformation liefern sollen:
Messkameras liefern zu jedem Bildpunkt einen digitalen Bestrahlungsstärkemesswert als Summe der im jeweiligen spektralen Empfindlichkeitsbereich empfangenen Strahlung (integrale Messung im Gegensatz zur spektralen Messung).
Das erfordert, dass der Sensor kalibriert wird. Für Bestrahlungsstärkemessungen gibt es leider keine Detektoren, die über einen großen Spektralbereich eine lineare Kennlinie besitzen. Deshalb ist die Kalibrierung des Detektors mit einem gewissen Aufwand und einem gewissen Fehler verbunden; außerdem erfordert sie die Speicherung von Kalibrierinformationen.
Aus diesem Grund verwendet man im Gegensatz zu normalen Wärmebildkameras und zu TV-Kameras bei Wärmebildmessgeräten nur einen einzigen Detektor für das gesamte Bild, der die Szenerie mit Hilfe eines schnell rotierenden Spiegels abtastet. Auf diese Weise erreicht man neben einer vereinfachten Messwertberechnung, dass jeder Bildpunkt mit dem selben Kalibrierfehler beaufschlagt wird.

Die Wärmebildkameras erzeugen natürlich nicht nur statische Bilder, sondern einen regelrechten Film, so dass dynamische Abläufe (z.B. ein Drehkreis, der alle Aspektwinkel erfasst) vollständig aufgezeichnet werden!
Die Bildwiederholfrequenz hängt dabei von der geforderten Bildgröße ab.

Ebenso lassen sich durch die digitale Form der Bilder auch sehr leicht rechnergestützte Auswertungen des gesamten Bildes oder einzelner Bildbereiche durchführen.

Nachfolgende Tabelle gibt eine Zusammenfassung der technischen Daten der Kameras:

Technische Daten:

Anzahl Pixel: 136 x 272 68 x 272 entspricht
einer
Datenrate von
813 kByte/sec
Anzahl Bilder pro Sekunde: 15 30
Auflösung der Bestrahlungsstärke: 12 bit
Sehfelder / geom. Auflösung:
(Breite x Höhe)
20 x 10
10 x 5,0
5,0 x 2,5
2,5 x 1,25
1,28 mrad
0,64 mrad
0,32 mrad
0,16 mrad
Spektralbereiche 1) (50%-Grenzen): 2,9 - 5,4 µm
8,3 - 12 µm

1) In einer Excel-Datei zum Download finden Sie einen realen spektralen Empfindlichkeitsverlauf eines Detektors und die spektralen Durchlassbereiche diverser Filter. Zum Vergleich dazu ist auch eine Atmosphären-Transmissionskurve mit angegeben.




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